Ein modernes Schulmodell

In der heutigen Zeit ist das Schulsystem immer wieder in der Kritik, da es ständigen kleinschrittigen Reformen unterliegt, die den Kernaspekten der modernen Gesellschaft nicht gerecht werden. Die folgende Ausarbeitung stellt ein Schulmodell vor, welches die Anforderungen an eine Schule in der heutigen Zeit berücksichtigt und in einer einzelnen Reform umgesetzt werden kann.

Anforderungen an Schule

Die Schulzeit dient als Vorbereitung auf den späteren Beruf. Aus diesem Grund vermitteln die Schulen eine umfassende Allgemeinbildung, welche die Grundlage für jeden Berufszweig bildet. Die wirtschaftliche Kernanforderung „Schüler sollten Grundkenntnisse in der elektronischen Datenverarbeitung besitzen!“ wird an vielen Schulen in Deutschland noch nicht beachtet. So ist der selbstverständliche Umgang mit Computern noch nicht im Unterrichtsalltag angekommen. Auch in außerunterrichtlichen Bereichen ist die digitale Revolution bis dato nahezu an allen Schulen vorbeigegangen.
Die heutige Gesellschaft fordert die Spezialisierung in verschiedenen Bereichen. So kann nach jedem Interessenbereich und Anforderungsprofil ein Beruf gefunden werden, bei dem einige Bereiche eher als nebensächlich gelten. So benötigt zum Beispiel ein Dolmetscher andere Kompetenzen als ein Informatiker. Hieraus kann folgende Forderung abgeleitet werden: „Die Schüler sollten in ihren Interessensbereichen individuell gefördert werden!“
Aber nicht nur wirtschaftliche Anforderung werden an eine Schule gestellt, sondern auch gesellschaftliche. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass die Schüler Demokratiefähigkeit und Weltoffenheit erlernen sollten. Um genau dies zu gewährleisten, muss eine Schule empathische Kompetenzen vermitteln. Diese sind in einer globalisierten und anonymisierten Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Dieser Aspekt lässt sich in folgender Forderung zusammenfassen: „Die Schüler müssen emphatische Kompetenzen erwerben.“
Die Kombination all dieser, stark verallgemeinerten, Anforderungen könnte wie folgt formuliert werden: „Schule muss technisch modern sein und dabei die individuellen Interessen fördern, während es zu einem heterogenen Austausch kommt.“

Schulstruktur

Eine Schulform, die Heterogenität gewährleisten kann, ist eine Gemeinschaftsschule, welche sich dadurch definiert, dass alle Schüler diese Schulform besuchen. Da in einigen Bundesländern schon eine Schulform mit diesem Namen existiert, müssen im Folgenden die Unterschiede zu dem hier vorgestellten Modell herausgestellt werden.
So existieren neben den so genannten Gemeinschaftsschulen nach wie vor Gymnasien, sodass die Dichte von Schülern, die eine besonders hohe Leistungsmotivation besitzen, an den Gemeinschaftsschulen besonders gering ist.
Oftmals werden Gemeinschaftsschulen (wie schon die früheren Haupt- und Realschulen oder Mittelschulen) aus genau diesem Grund von den Schülern und der Gesellschaft als „Resteschulen“ bezeichnet. Hier wird das Prinzip einer Gemeinschaftsschule eklatant untergraben, da Gymnasiasten und Gemeinschaftsschüler nicht gemeinsam unterrichtet werden. Somit kann das Konzept einer Gemeinschaftsschule nur umgesetzt werden, solange keine Parallelschulen für spezielle Gruppen der Gesellschaft existieren.

Stundenstruktur

In einer buchstäblichen Gemeinschaftsschule sollte eine Schulstunde 90 Minuten betragen. Denn erstens kommt es zu einer Entlastung der Lehrer und Schüler, welche jeweils nur maximal vier verschiedene Fächer pro Tag haben würden. Außerdem würde zweitens eine tiefgreifendere fachliche Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema ermöglicht werden. Drittens könnten Experimente sowie Recherchearbeiten effektiver durchgeführt werden. Als vierten Grund kann angeführt werden, dass in der heutigen Zeit die Konzentrationsdauer im Alltag stetig abnimmt, was durch die längeren Stunden aufgefangen werden kann.
Hieraus würde auch ein größeres Bewusstsein für einen wirklichen Erfolg resultieren. Damit die Schüler und die Lehrer eine wirkliche Phase der Erholung und Zeit für die Vorbereitungen haben, wird deutlich, dass zwischen den Stunden eine Pause von 30 Minuten angebracht wäre.
Aus dem Beschriebenen resultiert, dass die Schüler deutlich mehr Zeit in der Schule verbringen als heutzutage, sodass eine Verpflegungspause von 60 Minuten vorhanden sein sollte. Diese wäre als zweite Pause angebracht, da diese gegen 12:00 Uhr stattfinden würde, wenn die Schule gegen 8:30 Uhr beginnt. Der Schulschluss wäre bei diesem Beispiel um 16:30 Uhr.

Kontingenttafel

Anhand der Stundenkontingenttafel für den Primar- und Sekundarbereich (ohne Oberstufe) können noch weitere Entlastungen bei gleichzeitig besserer fachlicher Tiefe erarbeitet werden. Die aufgelisteten Fächer sowie die Farbigkeiten werden im weiteren Verlauf noch erläutert.

Kontingenttafel

Bei der Betrachtung der Stundenkontingenttafel fällt auf, dass die Schüler im Primarbereich insgesamt 16 Schulstunden pro Woche zu absolvieren haben. So hätten diese Schüler, wenn das oben beschriebene Beispiel betrachtet wird, täglich bis 14:30 Uhr Unterricht. Diese Wochenstundenanzahl steigt in der 7. Klasse auf ihr Maximum mit 20 Wochenstunden an.
Auch ist auffällig, dass alle Schüler verpflichtend bis zum Ende der 11. Klasse gemeinsam die Schule besuchen. Dies begründet sich in der Zunahme des zu beherrschenden Wissens und der ansteigenden Anzahl an geforderten Kompetenzen in einer Bildungsgesellschaft.
Die verschiedenen Farben der Fächernamen symbolisieren einen epochalen Unterricht im Semesterwechsel, sodass die Schüler sich stärker auf ein Fach konzentrieren und somit ein tiefer gehendes Verständnis aufbauen können. Außerdem würden auch die Lehrer entlastet werden, da diese weniger unterschiedliche Klassen pro Semester zu unterrichten hätten, was die Qualität des Unterrichts verbessern würde.
Dabei sind die Farben so gewählt, dass gewisse Kompetenzen und methodische Gebiete immer abgedeckt sind. So korrelieren zum Beispiel die Herangehensweisen im Geschichtsunterricht stark mit denen des Politikunterrichtes. Fächer, die mit schwarzer Schrift beschrieben sind, sollen nicht epochal unterrichtet werden.
Weitere Auffälligkeiten der Tabelle sind die Wochenstunden in roter Schriftfarbe. Diese symbolisieren, dass diese Fächer in Kursen unterrichtet werden sollen, welche nach ihren jeweiligen Leistungsniveaus stattfinden. Denn so können die individuellen Kompetenzen stärker gefördert werden. Die Unterteilung zwischen Fächern in Leistungsniveaukursen und Klassenverbandsstunden wurden hier so gewählt, dass Fächer die in einer heterogenen Gruppe individuelle Förderung zulassen oder aber einen zwingenden Austausch zwischen allen Schüler zur Erkenntnismaximierung benötigten, im Klassenverband stattfinden sollen.
Die daraus resultierenden Kurse nach Leistungsniveaus stellen hierbei keine Einbahnstraße für den Schüler dar, da diese nach entsprechender Leistung halbjährlich gewechselt werden können. Um den Wechsel in einen höheren Kurs zu erleichtern, könnten in den Schulen noch Kurswechselhilfen angeboten werden. Der Vorteil dieses Kurs-Klassen-Systems ist nicht nur der maximale Austausch und der damit verbundene Empathiegewinn, sondern auch die Entfaltung der Individuen an sich.

Erläuterungen zu den Fächern

Die abweichenden Inhalte der Kontingenttafel des vorgestellten Schulmodells, im Vergleich zur heutigen Praxis, sollen im Folgenden kurz erläutert werden:

Fremdsprache
 Bei diesem Fach sollte die angebotene Fremdsprache offen bleiben. Allerdings wäre es erstrebenswert, eine Sprache zu vermitteln, die eine andere Schrift benutzt, um auch den Umgang im Erwerb mit neuen Schriftzeichen zu vermitteln.   

Ethik/Philosophie
  Dieses Fach soll das verfassungsmäßig geschützte Fach Religion ersetzen, da erstens ein konfessioneller Unterricht in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr angemessen ist und da zweitens der Austausch zwischen den verschiedenen Auffassungen einer heterogenen Gesellschaft nicht gewährleistet wird. In diesem Fach sollen mehrere Aspekte des Zusammenlebens diskutiert und erörtert werden. Das Ziel dieses Faches ist die Schulung der Empathiefähigkeit der Schüler durch Austausch über theoretische Inhalte, um so die Sozialkompetenzen zu steigern. Hier würden auch die jeweiligen Sichtweisen der verschiedenen Religionen zu einem Thema Platz finden.  

Darstellendes Spiel
  Dieses Fach wäre ein praktisches Pendant zum Ethikunterricht. Hier sollen die Sozialkompetenzen durch das Nachstellen von Situationen und Handlungen geschult werden. Aber auch der Aspekt, dass ein gemeinsames Gesamtwerk einer heterogenen Gruppe das Gefühl der Gleichwertigkeit steigert, ist von großer Bedeutung. In diesem Fach sollen sich Schüler in die Rollen anderer Figuren hineinversetzen und somit eine praktische Erfahrung zur Empathiefähigkeit sammeln. Bestandteile dieses Faches sind unter anderem auch Proben von Bewerbungsgesprächen sowie das Ausfüllen des Raumes mit seiner Stimme.  

Medien/Informatik
  Dieses Fach soll von der ersten Klasse der Umgang mit dem PC geschult werden. Hierbei stehen in den ersten Jahren besonders generelle Anwendungskompetenzen und die EDV im Vordergrund, während in den höheren Jahrgängen Programmierkenntnisse wichtiger werden. Aber auch kritisches Auseinandersetzen mit der digitalen Welt, soll das Nutzen von Medien schulen.  

Wirtschaft
  Dieses Fach soll die grundlegenden Prinzipien unser globalisierten Welt erläutern, da diese vor allem auf wirtschaftlichen Aspekten beruhen. Außerdem können hier Vorbereitungen auf Praktika sowie eine grundlegende Steuererklärung und eine generelle rechtliche Belehrung stattfinden, sodass der Start in die Berufswelt erleichtert wird. Kernaspekt bleibt allerdings die Auseinandersetzung mit der so genannten freien sozialen Marktwirtschaft und dessen Prinzipien.  

Klassenstruktur

Die Klassengröße sollte auf maximal 17 Schüler begrenzt sein. Diese Zahl wurde so gewählt, da es so zu einer extremen Entlastung der Schüler und Lehrer kommt. Außerdem kann mit dieser Klassengröße stets gewährleistet werden, dass die Schüler genügend Unterstützung bekommen und dennoch selbstständig arbeiten können. Folglich sollte eine durchschnittliche Klassengröße bei 15 Schülern liegen. Diese Klassenverbände sollten so heterogen wie nur irgendwie möglich zusammengesetzt werden, da erst so ein maximaler Austausch gewährleistet werden kann. Dies impliziert auch, dass es keine speziellen Inklusions- oder Niveauklassen geben darf.
Die Klassenverbände und Kurse besuchen die Räume der Lehrer im so genannten Kabinettsprinzip, was wiederum die Qualität des Unterrichts steigern würde, da die Räume dann bestens auf die Didaktik und Methodik des jeweiligen Lehrers abgestimmt sind sowie den Anforderungen des Faches gerecht werden können.
Durch die Ausweitung der regulären Schulzeit auf 11 Jahre ist es nicht nur möglich die fachliche Tiefe zu verbessern, sondern es besteht auch die Möglichkeit, den Schülern in der ersten Hälfte der 8. Klasse ein Praxissemester anzubieten. Dies entspricht einer ausgeweiteten Form des Betriebspraktikums.

Zusätzliches Personal

Um das Personal an der Schule zu entlasten, sollten unterstützende Personen eng mit den Lehrkräften zusammenarbeiten. So sollten Sozialpädagogen (Anzahl je nach Schülerzahl) die Schüler in ihrem Lernen unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben, ihre sozialen Kompetenzen auszubauen. Auch würde eine zentrale Person, welche sich um die organisatorischen Aspekte von außerschulischem Lernen (Ausflüge und Klassenfahrten) kümmert, den Unterricht qualitativ aufwerten, da die Lehrer sich dann vorwiegend auf die Unterrichtsplanung konzentrieren könnten. Weiterhin könnte eine Kopierkraft zu einer Qualitätssicherung des Unterrichts beitragen, da das Unterrichtsmaterial dann effizienter vorbereitet werden könnte. So kann gewährleistet werden, dass die Kopierer in den Pausen nicht belegt sind, sodass auch kurzfristige Aufträge (für Vertretungsunterricht oder andere Ausnahmesituationen) umgesetzt werden können. Diese Kopierkraft könnte mit steigender Digitalisierung wieder eingespart werden.

Allgemeiner Schulabschluss

Ein erster allgemeiner Schulabschluss soll nach dem 11. Schuljahr erlangt werden. Dazu soll in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch eine schriftliche Prüfung bestanden werden, wobei die daraus resultierende Note mit den Zeugnisnoten aus den bisherigen Leistungen verrechnet wird.
Außerdem soll im ersten Semester der 11. Klasse eine Facharbeit erarbeitet werden, welche ebenfalls bestanden werden muss. In dieser Arbeit soll der Schüler eigenständiges Erarbeiten an Quellen erlernen, das neu gewonnene Wissen strukturieren und dieses in einer gegliederten schriftlichen Form festhalten. Hierbei sollte jedem Schüler ein Thema aus seinem Interessenshauptgebiet unterbreitet werden, sodass die intrinsische Motivation zur selbstständigen Weiterbildung nach der Schulzeit angeregt wird.

Abiturstruktur

Nach der 11. Klasse darf jeder Schüler frei entscheiden, ob dieser weiterhin die Schule besuchen und das Abitur nach drei weiteren Jahren ablegen will. Hierbei muss betont werden, dass das Leistungsniveau in allen Fächern deutlich angehoben wird.
Die Schüler entscheiden sich für zwei Leistungskurse, welche sich durch ihre hohe fachliche Anforderung zusätzlich von den Grundkursen abheben. Die Leistungskurse werden mit jeweils vier Wochenstunden unterrichtet.
Die Grundkurse werden mit zwei Wochenstunden pro Semester unterrichtet und haben das Ziel, die Allgemeinbildung in dem jeweiligen Fachbereich zu erweitern. Insgesamt müssen 9 Grundkurse pro Block in den 6 Semestern erfolgreich absolviert werden. Dies ergibt eine durchschnittliche Unterrichtszeit von 13 Wochenstunden. Diese scheinbar niedrige Wochenstundenanzahl wird durch das stark ansteigende Niveau und die Recherchearbeiten zwischen den Unterrichtseinheiten aufgefangen, welche während der Schulzeit absolviert werden sollen. Die Blöcke sind wie folgt unterteilt:

Block A: Deutsch, Englisch, Fremdsprache, Kunst, Musik
Block B: Mathematik, Chemie, Physik, Biologie, Informatik
Block C: Geschichte, Politik, Erdkunde, Philosophie, Wirtschaft

Die Blockstruktur spielt auch bei der Abiturprüfung eine entscheidende Rolle: Es müssen insgesamt fünf Prüfungen bestanden werden, welche so gewählt werden, dass aus jedem Block mindestens ein Fach geprüft wird. Eine Besonderheit hierbei stellen Mathematik und Deutsch dar, denn in diesen Fächern muss jeder Abiturient eine Prüfung ablegen.
Jede Prüfung besteht aus einem schriftlichen Teil, welcher zu 80% zu gewichten ist, und einem mündlichen Teil. Der schriftliche Teil in den Leistungskursen soll einer sechsstündigen Klausur angemessen sein, während die Grundkurse in einer vierstündigen Klausur überprüft werden. Die darauffolgende mündliche Prüfung soll eine 20-minütige Fragerunde zu einem vorbereiteten Thema darstellen. Jede Prüfung muss im Einzelnen bestanden werden.
Zusätzlich sind die Abiturienten dazu verpflichtet, im zweiten Semester der 13. Klasse eine Facharbeit in einem ihrer Leistungskurse zu schreiben, welche als zusätzliche Semesternote in das gewählte Fach eingeht. Diese Facharbeit sollte strengeren Kriterien unterliegen als die Ausarbeitungen des ersten allgemeinen Schulabschlusses.
Die Grundkurse, die geprüft werden sollen, müssen im zweiten Semester der 14. Klasse besucht werden. Die relativ niedrige Wochenstundenanzahl lässt allerdings auch zu, dass viele Grundkurse in den ersten Semestern absolviert werden können, sodass die Abiturienten sich voll und ganz auf ihre Facharbeit und das Abitur konzentrieren können.

Digitalisierung

Da die Digitalisierung in der Alltagswelt stetig voranschreitet, ist auch die Schule auf lange Sicht verpflichtet sich zu digitalisieren. Um an die Lebenswelt der Schüler anzuknüpfen und ihnen mediale Kompetenzen für den späteren Beruf zu vermitteln, sollten Medien gezielt im Unterricht eingesetzt werden. So könnten Schüler ihr eigenes Tablet bekommen, welches zur Erarbeitung von vielfältigeren Inhalten dienen kann. So könnten in vielen Bereichen Kosten eingespart werden, da Arbeitsblätter nicht mehr ausgedruckt werden müssten. Auch ist durch wenig Aufwand eine Übung wiederholbar und alle Aufgaben wären über einen Account auch online für die Schüler zugänglich. Im Krankheitsfall könnten die Schüler mit einer digitalisierten Onlineplattform die Arbeitsmaterialien einsehen, welche gerade bearbeitet werden. Da hier keine Noten oder Schülerdaten vorzufinden sind, sondern lediglich das aktuelle Unterrichtsmaterial kann es auch keinen Konflikt mit dem Datenschutz kommen. Durch die intensive Arbeit mit dem Tablet, würden die Schüler im alltäglichen Umgang mit technischen Geräten geschult und schon früh mit EDV-Grundlagen und Recherchetechniken in Verbindung kommen.
Um einem unsachgemäßen Gebrauch des Tablets im Unterricht vorzubeugen, wird ein sicheres Netzwerk vom Computer des Lehrers aus geöffnet. Hierdurch können die, in den jeweiligen Lernsituationen, nicht gestatteten Funktionen, wie freier Internetzugang oder die Taschenrechner-App, je nach Bedarf an- oder ausgeschaltet werden.
Zusätzlich können die Ergebnisse der Schüler direkt verglichen und hieraus Probleme qualitativ und quantitativ erfasst und analysiert werden. Aus dieser Analyse können weitere Lerninhalte bezüglich der individuellen Schwierigkeiten der Lerngruppe abgeleitet werden.
All dies erhöht nicht nur die Qualität des Unterrichtes, sondern lässt auch eine quantitative sowie qualitative Analyse von Unterrichtsmodellen zu, sodass der Unterricht auch weiterhin durch weiterentwickelte Ansätze verbessert werden kann. Diese häufige Form der automatischen Evaluation verbessert stetig die Ausbildung der Schüler.

Fachliche Ausweitung

Aus all den beschriebenen Veränderungen ergibt sich, dass die fachlichen Inhalte ausgeweitet werden können, denn die Anforderung steigern sich mit weiteren Fortschritten der Wirtschaft und Forschung. Die flächendeckend eingeführten Probedeutika der Universitäten, welche stattfinden, da die Schüler nicht mehr die Kompetenzen und das Wissen mitbringen, um ein Studium zu beginnen, könnten somit wieder abgeschafft werden.
Durch die fachliche Ausweitung kann der anhaltenden Umfangsreduzierung entgegengewirkt werden.

Weitere Aspekte der Qualitätssicherung

Lehrer sollten öfters kontrolliert werden, so dass sichergestellt werden kann, dass alle Unterrichtsinhalte vermittelt wurden. Auch sollte hin und wieder die fachliche Qualität des Unterrichts überprüft werden. Außerdem sollten keine weiteren Verbeamtungen bei Lehrern vorgenommen werden, denn hier ist keine Notwendigkeit zu erkennen. Nur die Schulleitung sollte im Beamtenverhältnis stehen. Somit kann vermieden werden, dass sich Lehrer auf ihrem Beamtenstatus „ausruhen“ können.
Auch ein bundesweit einheitliches Schulsystem würde die Qualität des Unterrichtes sichern, da eine bessere Vergleichbarkeit entsteht. Aber auch im Zeitalter von Mobilität und Flexibilität ermöglicht es Schülern und auch Lehrern ihren Standort ohne Nachteile zu wechseln, da die Anforderungen in der Bildung in allen Gebieten gleich sind.
Die Raumgestaltung spielt bei der Qualitätssicherung auch eine wichtige Rolle, da nur in ausreichend großen Räumen alle Konzepte Anwendung finden können. Zu einem Raum in dem das Lernen gut gelingen kann, gehört auch eine Regulierung der Temperaturen, denn es ist erwiesen, dass bei einer zu hohen Temperatur die Leistungsfähigkeit des Gehirns nachlässt.

Finanzierbarkeit

Ein Finanzierungsmodell wird in nicht allzu ferner Zukunft folgen, sodass hier nur noch der moralische Aspekt hervorgehoben werden soll. Dies soll mit folgender Frage und einem abschließenden Zitat geschehen: Sollte die Zukunft unserer Kinder nicht ein bisschen mehr Geld wert sein?

Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung

– John F. Kennedy